Part 01: Mein Leben mit dem PHEV


PHEV – oder ausgeschrieben: plug-in hybrid electric vehicle ist heutzutage für die meisten Autobegeisterten unter uns ein gängiger Begriff. Doch nicht jeder von uns kommt auf den Geschmack eines hybridangetriebenen Fahrzeugs. Darum nehmen wir euch mit auf eine Erfahrungs-Journey mit unserem geschätzten Kollegen Mohamad Graber:


Ich darf in unserem Unternehmen als Testimonial für Elektromobilität fungieren und berichte in diesem Beitrag von meinen Erfahrungen mit dem PHEV.

Zum Einsatz kommt ein 2020 Ford Explorer Plug-In-Hybrid Fahrzeug mit einer 74-KW-Elektromaschine für die Bestromung des Antriebs. Die Lithium-Ionen-Traktionsbatterie hat eine Kapazität von 13,1 kWh. Die rein elektrische Reichweite gibt Ford mit 42 Kilometern (WLTP) an.

Wie manche von Euch wissen fahre ich privat seit ca. 7 Jahren einen aus den USA selbst importieren 2013 Ford Mustang BOSS 302 in Race Red. Die Umstellung von einem V8 Motor (mit Side Pipes) auf einen Hybrid ist schon beim Starten des Fahrzeugs immens spürbar. Das erstmalige Starten des Hybrids sorgte für eine totale Verwirrung: Ist das Auto schon an? Können wir schon losfahren? Denn sowohl das bekannte Aufheulen des V8-Motors, als auch jegliche Motorengeräusche blieben völlig aus! Selbst beim Fahren der ersten Meter haben wir die Geräusche vermisst und waren erstaunt darüber wie leise so ein Auto sein kann...

Der Beschleunigungsvergleich zwischen einem V8 Motor mit 450 PS und einen Hybrid ist sehr überraschend. Mit Erstaunen haben wir festgestellt, dass wir auch beim Beschleunigen des Hybrids in den Sitz gedrückt werden, obwohl die eingebaute 13,1 kWh Batterie "nur" 74 kW bzw. 101 PS leistet.

Es geht aber auch ganz sanft, ausgeglichen und stromsparend (fast hätte ich an dieser Stelle spritsparend geschrieben), wenn das Fahrzeug bei eingeschaltetem Abstandsregler auf die voreingestellte Tempomat-Geschwindigkeit beschleunigt. Nun ging es zum ersten Mal an die Ladesäule. Ziemlich einfach. App runterladen, registrieren, anmelden, anschließen, laden fertig :-)

Die App "mobility+" von EnBW ist gut und einfach zu bedienen. Die Kosten für die kWh von 0,282 € sind transparent. Das Voll-Laden hat 3,77 € gekostet (13,3 kWh). Erfreulich war dann die Reichweite nach dem Voll-Laden: 45 KM. Die Technik der indirekt durch die Nutzbremse bzw. Rekuperation zum Aufladen funktioniert sehr gut und animiert den Fahrer (auch via den EV-Trainer) ökonomischer zu fahren.

Erfreulich war auch die erste Suche nach einem Parkplatz in der Stadt. Denn siehe da: Anstelle von 1 € pro angefangenen 15 Minuten ist das Parken für E Fahrzeuge kostenfrei! Ja! Kostenfrei und zwar für ganze 2 Stunden. Andere Parkplätze gestatten kostenloses Parken über mehrere Stunden während des Ladevorgangs an der Ladesäule. Da kommt Freude auf! Es hat sich jetzt schon gelohnt.

Ich werde regelmäßig darüber berichten und Euch sowohl an positiven als auch negativen Erfahrungen teilhaben lassen.Wie geht das mit der Umweltprämie – was wäre bei einem privaten Kauf und wie bei einem Geschäftsleasing (Beantragung der Prämie, wer bekommt die, wie kommt das Geld und was macht die Leasinggesellschaft damit etc.) erfahrt Ihr im nächsten Beitrag.

(14.09.2020)