Förderung von Elektroautos: So holen Sie das Maximum aus Umweltbonus und Co.


Bereits Ende 2019 wurde nicht nur eine Verlängerung, sondern auch eine Erhöhung des Zuschusses für Elektroautos beschlossen. Am 04.06.2020 kam eine weitere gute Nachricht: Die E-Auto-Prämie für alle vom 01.07.2020 bis 31.12.2020 neu zugelassenen Elektroautos wird nochmals erhöht.

Neben den Elektroautos (BEV) werden auch Hybride gefördert. Das gilt jedoch nur für Plug-in-Hybride (PHEV), für alle anderen Hybrid-Fahrzeuge ist keine Förderung vorgesehen.

Ohne Fleiß kein Preis – man könnte vermuten der Spruch wäre speziell für den Kampf durch den Fördermitteldschungel kreiert worden. Denn sich dort durchzuwühlen ist wirklich nicht einfach – doch es lohnt sich. Immerhin sparen Sie dank der jetzt nochmals erhöhten staatlichen Förderung beimKauf eines Elektroautos locker mehrere tausend Euro. Doch es gibt nicht nur Zuschüsse von staatlicher Seite – auch die Autohersteller tragen ihren Teil dazu bei.

Neben den Elektroautos (BEV) und den Plug-in-Hybriden (PHEV) erhalten Sie auch Fördermittel, wenn Sie sich für ein Brennstoffzellen-Fahrzeug (FCEV) entscheiden. Allerdings hat das Brennstoffzellen-Auto zurzeit noch einen entscheidenden Nachteil: Im Gegensatz zu den asiatischen Ländern sind Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland momentan noch rar gesät. Bei der Förderung haben Sie jedoch keinen Nachteil, wenn Sie sich für ein Brennstoffzellen-Auto entscheiden. Wasserstoff-Autos und Elektroautos werden gleichermaßen subventioniert. Im Gegensatz zu den Plug-in-Hybriden, für die der Förderbetrag etwas niedriger ausfällt.


Elektroautos und Plug-In-Hybride: Soviel Umweltbonus gibt's jetzt für neue, gebrauchte, günstige und teure Fahrzeuge

Elektroauto (BEV & FCEV)

  • Listenneupreis (UPE/UVP) bis 40.000 € netto > 9.000 € E-Auto-Prämie (Umweltbonus)
  • Listenneupreis 40.001 – 65.000 € netto > 7.500 € Zuschuss für Elektroautos (Umweltbonus)

Plug-in-Hybrid (PHEV)

  • Listenneupreis (UPE/UVP) bis 40.000 € netto > 6.750 € E-Auto-Förderung (Umweltbonus)
  • Listenneupreis 40.001 – 65.000 € netto > 5.625 € Kaufprämie (Umweltbonus)

Gebrauchte E-Autos

Auch gebrauchte Elektroautos werden gefördert. Frühestes Zulassungsdatum ist der 05.11.2019, der Wagen darf nicht länger als 12 Monate zugelassen gewesen sein und höchstens 15.000 Kilometer Laufleistung aufweisen. Die Laufleistung ist durch einen Kfz-Sachverständigen oder eine Prüforganisation (z. B. DEKRA, TÜV) zu bestätigen.

Da das Angebot an jungen Elektro-Gebrauchtwagen noch sehr überschaubar ist, dürfte dieser Punkt für viele an Elektromobilität Interessierte weniger relevant sein.


Förderung für das Elektroauto beantragen – so geht's

Zuständig für die Förderung der Elektroautos sowie der Plug-in-Hybride ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Dementsprechend müssen Sie Ihren Antrag dort einreichen. Den entsprechenden Förderantrag finden Sie, neben weiteren Informationen, auf der Internetseite der BAFA. Möchten Sie ein Elektroauto leasen, können Sie auch dafür eine Subvention beantragen.

Außer der Umweltprämie, die Sie beantragen müssen, gibt es noch einen weiteren steuerlichen Bonus: Melden Sie Ihr neues Elektroauto bis zum 31. Dezember 2020 an, müssen Sie in den kommenden zehn Jahren keine Kfz-Steuer bezahlen.


Geld von Bund, Land, Kommune, Hersteller: Mit Förderrechner sparen Sie am meisten

Neben dem staatlichen Förderprogramm für Elektromobilität (Umweltprämie bzw. Innovationsbonus) gibt es noch zahlreiche weitere, zum Teil sehr attraktive Förderprogramme. Diese Förderprogramme variieren je nach Bundesland oder Kommune.

Mithilfe der der Förderdatenbank hier im Emil Frey Elektromobilitäts-Portal prüfen Sie rasch, welche Zuschüsse für Sie in Frage kommen. Nicht selten wird übrigens auch der Einbau einer Wallbox gefördert, sodass Sie die Strom-Tankstelle für Ihr neues Elektroauto gleich in der Garage haben.

(10.06.2020)