Besteht Brandgefahr bei Elektrofahrzeugen?


Brennende E-Autos gelangen zurzeit öfter in die Schlagzeilen und verunsichern Autokäufer. Handelt es sich hierbei um tatsächlich ernstzunehmende Risiken oder besteht dieselbe Gefahr womöglich auch bei Verbrennungsmotoren?


Brennende E-Autos gelangen zurzeit öfter in die Schlagzeilen und verunsichern Autokäufer. Handelt es sich hierbei um tatsächlich ernstzunehmende Risiken oder besteht dieselbe Gefahr womöglich auch bei Verbrennungsmotoren?

Eines steht fest; Elektroautos stehen für eine Zeitenwende, für den Umstieg auf nachhaltige Mobilität. Neues wird am Anfang meist skeptisch gesehen oder sogar heftig kritisiert. In einer von negativen Schlagzeilen dominierten Medienwelt ziehen kommentarlose Videos von brennenden E-Autos besonders viel Aufmerksamkeit und Ablehnung auf sich.

Laut aktuellen Untersuchungen, z. B. seitens des ADAC, steht fest: Elektrofahrzeuge sind nicht gefährlicher als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Denn eine Batterie speichert nicht mehr Energie als ein Kraftstofftank.

Die Gefahr geht beim E-Auto vom Inneren der Batterie aus, beim Verbrenner von einem teilweise bis zu 100 Liter gefüllten, leicht entflammbaren Benzintank. Um die Brandgefahr durch einen Unfall zu unterbinden, verfügen Elektrofahrzeuge über einen verstärkten Schutzrahmen für die Batterie und zusätzlich über einen eigenen Schutzmechanismus, der die Batterie von den Hochvoltkomponenten trennt, sodass im Ernstfall keine Spannung vorherrscht.

Wird dieser Schutzmechanismus allerdings durch einen zu starken Aufprall beeinträchtigt, so kann sich die Antriebsbatterie im schlimmsten Fall entzünden. In der Realität tritt dieser Fall eher selten auf.

Wenn doch, sind bestimmte Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten, denn eine entflammte Batterie kann sich trotz Löschens bis zu drei Tage lang jederzeit wieder entzünden. Hier steht die Feuerwehr vor großen Herausforderungen.

Während man einen Kraftstofftank mit Löschschaum bekämpft, kann eine brennende Batterie nur durch intensive Kühlung in einem Wassercontainer gelöscht oder separat auf einer abgetrennten Fläche ausgebrannt werden.

Mit Hilfe einfacher Instrumente, wie einer Wärmebildkamera, können heiße Stellen festgestellt und beobachtet werden. Dies sind Maßnahmen, die in jeder Hinsicht notwendig sind, um das Feuer endgültig außer Gefecht zu setzen.

Doch bis auf die zusätzliche Verwendung eines Tanklöschfahrzeuges erwartet die Feuerwehr vor Ort genauso viel Aufwand wie bei jedem anderen Fahrzeugbrand. Darunter zählt der Atemschutz, der bei jedem Brandeinsatz ein Muss ist. Giftige Stoffe entstehen nämlich schon beim alleinigen Brand von Kunststoffen, welche heutzutage beliebte, da preiswerte und vor allem leichte Materialien zur Einarbeitung in jegliche Art von Fahrzeug sind.